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Anlagenbetriebstechnik

 

Der Studiengang Anlagenbetriebstechnik (ABT) weist an der Hochschule Bremerhaven eine lange Tradition auf. Insgesamt zählen die betriebstechnischen Studiengänge zu den ältesten Studiengängen an der Hochschule. Inhaltlich befasst sich der Studiengang mit der Energieversorgung und dem Betrieb technischer anlagen im Gebäude sowie im kommunalen und industriellen Bereich. Durch die verknappenden Energie- und Rohstoffressourcen und die steigenden Anforderungen im Klimaschutz nimmt die Verantwortung in diesem Arbeitsgebiet erheblich zu. Um den Ansprüchen einer weiteren Versorgungssicherheit und einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit gereicht zu werden, ist der schonende Umgang mit Ressourcen, die Einbringung alternativer Energien und die Steigerung der Effizienz unumgänglich. Dadurch ist auch eine erhöhte Komplexität der anlagen bedingt. Diesen Zielen wird bei der Ausbildung im Studiengang „Anlagenbetriebstechnik“ Rechnung getragen.

 
 

Zielsetzungen und Besonderheiten

 

Im Studiengang Anlagenbetriebtechnik werden technische Anlagen zur Energieversorgung und Energiewandlung einschließlich der erforderlichen Hilfseinrichtungen behandelt. Schwerpunkt ist die Projektierung, der Betrieb und die Instandhaltung der anlagen. Neben den klassischen Energiewandlungsanlagen wie Verbrennungsmotoren, Gasturbinen und Dampfanlagen, werden auch jüngere Technologien wie z.B. die Nutzung der Windenergie oder Kraft-Wärme-Kopplung betrachtet. Ausgebildet werden Ingenieure für einen zukunftweisenden Wirtschaftszweig. Die praxisorientierte Ausbildung und die fundierte Vermittlung wissenschaftlicher Methoden ermöglicht es den Absolventen in allen Bereichen der anlagen- und Energietechnik selbstständig und erfolgreich national und international zu arbeiten. Der Studiengang zeichnet sich aus durch:

  • Dreieinhalb Jahre Vollzeitstudium mit hohem Praxisbezug
  • Abschluss mit dem Bachelor of Science (B.Sc.)
  • 15 Studienplätz por Jahr
  • Unterrichtssprache in Deutsch (80%) und Englisch (20%)
  • Eine Praxisphase von sechs Monaten
 
 
 

Einsatzfelder der Absolventen

 

Nur entsprechend ausgebildete Absolventen können die rasant wachsenden Ansprüche an den Betrieb von technischen Anlagen erfüllen. Die Hauptaufgaben des Bachelor of Science in Anlagenbetriebstechnik liegen in der eigenverantwortlichen Projektierung und Betreuung sowie dem wirtschaftlichen Betreiben technischer Anlagen. Überwiegend ist die Tätigkeit auf die Lösung praxisbezogener Probleme unter Beachtung technischer, wirtschaftlicher und umweltverträglicher Gesichtspunkte ausgerichtet. Traditionell finden Absolventen des Studienganges Anlagenbetriebstechnik ihr Betätigungsfeld in Ingenieur- und Planungsbüros, in Industrieunternehmen, die anlagentechnische Komponenten herstellen, in Energieversorgungsunternehmen und kommunalen Betrieben und bei der Projektierung von konventionellen und regenerativen Energieanlagen. Tätigkeiten bei Großunternehmen oder mittelständischen Firmen mit umfangreichen versorgungstechnischen Anlagen wie z.B. Industrieunternehmen, Krankenhäuser, Flughäfen, Kraftwerke u.a.m. gehören ebenfalls zu diesem Spektrum. Weiterhin ist die Beschäftigung bei Behörden und Organisationen für technische Verwaltung und Überwachungsaufgaben ebenfalls möglich.

 
 
 

Studienaufbau

 

Das Studium beginnt mit dem Grundstudium von drei Semestern, in dem überwiegend die grundlegenden natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer, z.B. Mathematik, Technische Mechanik, Thermodynamik und Elektrotechnik ermittelt werden. Aber auch spezielle Fächer wie Betriebswirtschaft, Technisches Englisch, Personalführung oder Betriebs- und Gefahrstoffe stehen auf dem Programm. Im Hauptstudium sind im Wesentlichen die Lehrveranstaltungen enthalten, die Wissen zum Betrieb der Maschinenanlagen vermitteln. Hier5 sind Verbrennungskraftmaschinen und Anlagen, Arbeitsmaschinen, Dampfanlagen, Elektrische Maschinen und der Bereich der Automatisierung- und Regelungstechnik zu nennen. Unterweisungen in Instandhaltung und Maschinedynamik sowie Betriebsführung und Arbeitschutz ergänzen das Hauptstudium. Im Block der Wahlpflichtfächer können vertiefende technische Kenntnisse nach eigenen Neigungen erworben werden. Im sechsten Semester ist die Praxisphase außerhalb der Hochschule zu absolvieren, die auf die Tätigkeit als Ingenieur vorbereiten soll. Im siebten und letzten Semester ist die Bachelorarbeit angesiedelt.

 
 
 

Module im Studiengang

 
  • Analysis
  • Arbeitsmaschinen / Projektierung von Anlagen
  • Arbeitsmaschinen und Anlagen
  • Automatisierungstechnik
  • Betriebsführung und Arbeitsschutz
  • Betriebsstoffe und Gefahrstoffe
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Chemie Grundlagen
  • Dampfkraftanlagen
  • Elektrische Maschinen und Anlagen
  • Elektrotechnik Grundlagen
  • Instandhaltung
  • Labor Physik
  • Leistungselektronik
  • Lineare Algebra
  • Maschinendynamik
  • Maschinenelemente
  • Physik
  • Programmiersprachen
  • Prozessdatenverarbeitung
  • Regelungstechnik, Leittechnik
  • Strömungslehre
  • Technische Mechanik
  • Technisches Englisch
  • Technisches Zeichnen / CAD
  • Thermodynamik
  • Thermodynamik 2 und Wärmeübertrgung
  • Verbrennungskraftmaschinen und Anlagen
  • Wahlpflichtfächer
  • Wechselströme und Schaltungstechnik
  • Werkstofftechnik
 
 
 

Praxisbezug im Studium

 

Die im Studium enthaltenen umfangreichen Praktika und Übungen sorgen für eine zielorientierte Berufsbefähigung. Dabei wird in kleinen Gruppen unterrichtet. Neben Laborübungen an laufenden Maschinen sorgt insbesondere der Einsatz von Maschinensimulatoren für große Praxisnähe. So erhalten die Studierenden einen direkten Einblick in die praktischen Aufgaben und Lösungsansätze, die sie an der Hochschule durch eigene Versuche und Projektbearbeitungen vertiefen. Die Erfahrungen der Praxisphase sowie die Bachelorarbeit, die wiederum in Kooperation mit einem Industrieunternehmen angefertigt werden kann, runden die praxisorientierte Ausbildung ab. Neben der Vermittlung der ingenieurtechnischen Grundlagen und der Vertiefung in den Studienschwerpunkten werden Schlüsselqualifikationen wie Präsentationstechniken und Personalführung vermittelt. Diese werden durch spezielle Fachinhalte im Bereich von Ingenieursoftware, Fremdsprachen, Betriebwirtschaftslehre und Recht vertieft.

 
 
 

Weitere Abschlüsse

 

In Zusammenarbeit mit der Partnerhochschule Gdynia Maritime University in Gdingen (Polen) besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Studienaustausches einen vollwertigen polnischen Bachelorabschluss zusätzlich zum deutschen Abschluss zu erwerben. Die Hochschule Bremerhaven bietet den Absolventen darüber hinaus zur Vertiefung der wissenschaftlichen Qualifikation mehrere Masterstudiengänge an, wie z.B. „Process Engineering and Energy Technology“ für die verfahrentechnische Spezialisierung. Außerdem stehen für ABT-Absolventen weitere Masterprogramme an in- und ausländischen Hochschulen und Universitäten offen.

 
 
 

Zulassungsvoraussetzungen

 

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die Fachhochschulreife. Über Möglichkeiten für Sonderzulassungen informiert das Immatrikulationsamt der Hochschule Bremerhaven. Für Studienbewerber, die keine fachpraktische Ausbildung durchlaufen haben, wird die Absolvierung eines Metallgrundpraktikums vor der Immatrikulation empfohlen. Europäische und US-amerikanische Schulabschlüsse werden meist als gleichwertig anerkannt. Beim Schulabschluss aus einem anderen Land müssen die Zeugnisse für eine Vorprüfung vorgelegt werden. Beim Schulabschluss aus einem anderen Land müssen die Zeugnisse für eine Vorprüfung der Prüfstelle ASSIST vorgelegt werden. Nähere Informationen gibt es unter www.uni-assist.de. Weiterhin werden sehr gute deutsche und gute englische Sprachkenntnisse erwartet. Ein englisches Sprachzertifikat wird bei der Zulassung zum Studium nicht vorausgesetzt. Allerdings werden im Laufe des Studiums auch einzelne Fächer in englischer Sprache angeboten, worauf sich die Studierenden einstellen müssen.

 
 
 

Bewerbung

 

Um sich für den Studiengang Anlagenbetriebstechnik zu bewerben, müssen das entsprechende Bewerbungsformular vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen versehen rechtzeitig zum Ende der Bewerbungsfrist dem Immatrikulationsamt der Hochschule vorgelegt oder per Post zugesandt werden. Das Formular ist bei der Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven erhältlich. Bewerbungstermine, Formulare und weitere Fristen sind auf der Homepage der Hochschule zu finden oder können bei der Studienberatung erfragt werden. 15 Studienplätze stehen jährlich zur Verfügung. Eine Zulassungsbegrenzung ist derzeit nicht geplant. Ausländische Interessierte sollten - neben der Bewerbung an die Hochschule rechtzeitig die weiteren Einreisebestimmungen beachten. Hier gibt die Deutsche Botschaft in den jeweiligen Ländern nähere Auskünfte (www.auswaertiges-amt.de).

 
 
 

Studienberatung und Kontakt

 

Die Zentrale Studienberatung steht für allgemeine Fragen zum Studiengang zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind:

Susanne Zerbst

Claudia Krieten

An der Karlstadt 8
Haus V Raum 302
27568 Bremerhaven

Tel.: 0471/ 4823-556

zsb@hs-bremerhaven.de

Fragen zur Zugangsvoraussetzung bzw. zur Zulassung zum Studium beantwortet das Immatrikulations- und Prüfungsamt. Ansprechpartnerin ist:

Für Fragen zu den fachlichen, detaillierten Inhalten des Studiengangs steht zur Verfügung:

Prof. Dr.-Ing. Roland Behrens

Telefon: 

0471 4823 - 144

Fax:

0471 4823 - 145

rbehrens@hs-bremerhaven.de


 
 
 

Professoren im Studiengang

 

Name

Organisation

Raum

Telefon

Haneke, Carsten

Studiengang Gebäudeenergietechnik/Versorgungs- und Kreislauftechnologien

Raum C 209.1

0471 4823 - 582 

Juch, Thomas

Studiengang Versorgungstechnik und Anlagenbetriebstechnik

Raum C 203.a

0471 4823 - 165 

Lompe, Dieter

Studiengänge"Versorgungs- und Kreislauftechnologien" und "Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership (in vorbereitung)"

Raum C 209.1

0471 4823 - 169 

Müller, Kai

Studiengang Embedded Systems Design

Raum Z 1010/ C 9

0471 4823 - 150 

Ritzenhoff, Peter

Studiengang Gebäudeenergietechnik

Raum V 405

0471 4823 - 110