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Masterstudiengang Windenergietechnik

 

Sie ist in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Akteur im Energiemarkt geworden: Die Windenergie. Mit Wachstumsraten zwischen 30 und 40 % erlebt die Branche derzeit eine rasante Entwicklung, was zu einem starken Anstieg der Arbeitsplätze führt. In 2008 waren bereits mehr als 90.000 Menschen allein in der deutschen Windenergiebranche beschäftigt und der Bedarf an qualifizierten Ingenieuren, die die On- und Offshoreanlagen entwickeln, projektieren und betreiben, wird in naher Zukunft kaum noch zu decken sein. Ausschlaggebend für diesen Boom in Deutschland sind unter anderem der beginnende Bau von großen Windparks in Nord- und Ostsee und die Unterstützung der Regenerativen Energien durch die Politik sowie die Diskussion um den Klimawandel und dessen erste sichtbaren Auswirkungen. Auf der Grundlage dieser nationalen sowie auch der internationalen Entwicklungen im Bereich der Windenergie, und des an die Hochschule herangetragenen Bedarfs an spezifisch qualifizierten Ingenieuren durch die Industrie, ist der Masterstudiengang Windenergietechnik entstanden. In dem Studiengang werden Ingenieure ausgebildet, die das komplexe System „Windenergieanlage“ als Ganzes verstehen und als Fach- und Führungskräfte themenübergreifende Aufgaben in der Windenergietechnik umfassend wahrnehmen können. So kann rechtzeitig auf den starken Anstieg der zu besetzenden Stellen in der Windenergiebranche reagiert werden.

 
 

Zielsetzungen und Besonderheiten

 

Der Studiengang Windenergietechnik ist ein wissenschaftliches Ingenieurstudium, das theoretisch-analytische sowie praxisorientierte Fähigkeiten auf der Basis des bisher erworbenen Wissens über windenergiespezifische sowie mess- und regelungstechnische Fragestellungen vermittelt. Leitmotiv des Studienganges ist es, die Studierenden auf den Einsatz als Fach- und Führungskräfte vorzubereiten, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und die fachübergreifenden Disziplinen rund um die Windenergieanlage zu vermitteln. Ziel des Studiums ist es, die Technik des komplexen Systems „Windenergieanlage“ mit all seinen Facetten zu verstehen.

Der Studiengang zeichnet sich aus durch:

  • 4 Semester Studium mit hohem Praxisbezug
  • Abschluss mit dem Master of Science (M. Sc.)
  • Praxisphase in Form von Projekten oder Industriepraktikum im 4. Semester
 
 
 

Einsatzfelder der Absolventen

 

Durch die Vertiefung der Windenergietechnik werden die Absolventen auf die Tätigkeiten in der Windenergiebranche vorbereitet, die seitens der Wirtschaft stark nachgefragt sind und daher zu erwarten ist, dass ein steigender Bedarf an qualifizierten Absolventen verzeichnet werden kann. Die Aufgaben liegen u. a. im Bereich der Rotorblattherstellung, des Stahl-, Turm- und Fundamentbaus sowie der Planung, Projektierung und Logistik. Die Absolventen des Studiengangs Windenergietechnik erhalten insgesamt das notwendige Rüstzeug, um als Fach- und Führungskräfte Fragestellungen im Bereich der Windenergietechnik zu bearbeiten und zu lösen. Somit befähigt der Studiengang die Absolventen dazu, auf mittlerem und höherem Managementniveau Aufgaben umfassend wahrnehmen zu können. Das Berufsfeld der ausgebildeten Windenergietechnikmasterabsolventen erfordert neben der Bearbeitung mehrerer und unterschiedlich orientierter Projekte auch die Übernahme von Führungsaufgaben, in denen die Arbeit der Teammitglieder unterstützt aber auch verifiziert werden muss. Darüber hinaus können Absolventen ihre Kenntnisse in anderen Industriebereichen mit maritimem Bezug sowie in der Luftfahrtindustrie, dem Fahrzeug und Leichtbau, in weiteren Gebieten der Erneuerbaren Energien und der Messtechnik einsetzen. Zudem ist es möglich, im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung tätig zu werden.

 
 
 

Studienaufbau

 

In den vier Semestern finden aufeinander aufbauende Studienmodule in den Bereichen Simulation sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik von Windenergieanlagen statt. Die Kernkompetenzen aus diesen Gebieten sind eng mit den weiteren Modulen des Studienganges verbunden und versetzen die Studierenden in die Lage, die Windenergietechnik als ein zusammenhängendes System zu verstehen und in Projekten umzusetzen. Durch die Vertiefung von Programmen zur Simulation von Regelungsprozessen, der Anwendung von Messtechnik und Sensorik sowie der Vermittlung von Betriebsführung und von Sicherheitssystemen werden die Studierenden befähigt, den Betrieb von Windenergieanlagen im On- und Offshorebereich nachzuvollziehen und in industrielle Projektarbeiten zur Optimierung und Weiterentwicklung zu übertragen. Für den Einsatz in leitenden Funktionen werden die Themen Projektmanagement, Personalführung sowie Wirtschaftlichkeit und Finanzierung vertieft. Im ersten und im dritten Semester können die Studierenden jeweils zwei Wahlpflichtmodule absolvieren. Das vierte Semester enthält die Praxisphase und die eigentliche Masterarbeit, einschließlich des abschließenden Kolloquiums. Das Studium befähigt die Absolventen zu wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Arbeit und Methodik und vermittelt theoretisch-analytische sowie praxisorientierte Kenntnisse, die die Studierenden befähigen, sich offen und kreativ auf neue Bedingungen einzustellen.

 
 
 

Module im Studiengang

 
  • Aufbau und Logistik
  • Betriebsführung und Sicherheitssysteme
  • Energiemeterologie
  • Entwurf Windenergieanlage
  • Lastannahmen
  • Masterthesis
  • Mess- und Auswertemethoden
  • Messtechnik und Sensorik
  • Netzanbindung
  • Operation & Mainenance
  • Praxisphase
  • Projektmanagement und Personalführung
  • Rotoraerodynamik
  • Rotorblattstrukturen und -materialien
  • Simulation: Regelung
  • Simulation: Strömungen
  • Simulation: Strukturen
  • Simulation von Windenergieanlagen
  • Turm und Gründung, On- und Offshore
  • Wahlpflichtfächer
  • Wahlpflichtmodule
  • Zertifizierungsprozesse in der Windenergie
 
 
 

Praxisbezug der Ausbildung

 

Eine wesentliche Spezifikation des Masterstudienganges ist der sehr hohe Praxisbezug. Dieses wird durch Projektarbeiten und Referate sowie durch zahlreiche praxisbezogene Labore und Übungen in den Bereichen Simulation, Messtechnik und Sensorik, Betriebsführung sowie Sicherheitssysteme und Offshore-Sicherheit erreicht. Insbesondere im Rahmen der Praxisphasen und während der Masterarbeit erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen. Gemeinsame Forschungsprojekte des Instituts für Windenergie (fk-wind) mit der Industrie und anderen Partnern, deren Ergebnisse nachhaltig in die Lehre einfließen, qualifizieren die Studierenden auch für angewandte Forschungstätigkeiten und tragen zu einem intensiven Wissens- und Technologietransfer zwischen der Hochschule Bremerhaven und regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen bei. Darüber hinaus bestehen enge Kontakte zu weiteren nationalen und internationlalen Institutionen und Netzwerken.

 
 
 

Besondere Unterstützung der Wirtschaft

 

Seitens der Wirtschaft bestand und besteht ein sehr großes Interesse, einen Masterstudiengang Windenergietechnik einzurichten und zu unterstützen. Nicht zuletzt aufgrund des hohen Wachstumspotentials und der großen Bedeutung der Branche für die Region Bremerhaven unterstützt die private Wirtschaft im Nordwesten den Masterstudiengang maßgeblich. So stiftet die Firma Multibrid GmbH eine halbe Million Euro für eine Stiftungsprofessur über fünf Jahre und ein Konsortium aus den vier Unternehmen Beluga Shipping GmbH, Sparkasse Bremerhaven, Bremer Landesbank und Germanischer Lloyd realisierte die Einrichtung einer zweiten Stiftungsprofessur. Dank dieser breiten Unterstützung konnte der Masterstudiengang Windenergietechnik in einer kurzen Planungszeit eingerichtet und angeboten werden und kann die Absolventen, an denen seitens der Wirtschaft ein hohes Interesse besteht, auf ihre Tätigkeiten in der Windenergiebranche vorbereiten. Zusätzlich unterstützt die swb AG den Windenergiebereich, beispielsweise beim fk-wind: energiekolloquium. Insgesamt ermöglicht die besondere Unterstützung durch die Wirtschaft den Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium auf hohem wissenschaftlichem Niveau in einem modern ausgestatteten Studienumfeld.

 
 
 

Zulassungsvoraussetzungen

 

Vorausgesetzt für die Zulassung zum Masterstudiengang „Windenergietechnik“ wird ein erster Hochschulabschluss, der mindestens mit der Note „gut“ bewertet wurde. Es ist ein Nachweis über den Diplom- oder Bachelorabschlusses einer Universität, Fachhochschule oder einer vergleichbaren ausländischen Hochschule mit Studium und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 180 Punkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) notwendig. Studiengangspezifische Voraussetzungen sind entweder ein Bachelorabschluss im Studiengang „Maritime Technologien“ (MAR) der Hochschule Bremerhaven, oder ein Abschluss eines anderen Studienganges, der vergleichbare Kenntnisse vermittelt. Studienanfänger sollten die englische Sprache so beherrschen, dass sie zu Besprechungen und Seminaren innerhalb des eigenen Arbeitsgebietes beitragen können. Insgesamt muss eine Sprachqualifikation auf dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens sowie bei Studienbewerbern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse entsprechend dem Niveau C1 nach dem Europäischen Referenzrahmen nachgewiesen werden (siehe auch www.hs-bremerhaven.
de/Sprachqualifikationen.html).

 
 
 

Bewerbung

 

Um sich für den Masterstudiengang Windenergietechnik zu bewerben, muss das entsprechende Bewerbungsformular vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen versehen rechtzeitig zum Ende der Bewerbungsfrist dem Immatrikulationsamt der Hochschule vorgelegt oder per Post zugesandt werden. Das Formular ist bei der Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven erhältlich. Bewerbungstermine und weitere Fristen sind auf der Homepage der Hochschule zu finden oder können bei der Studienberatung erfragt werden. Interessierte aus dem Ausland sollten – neben der Bewerbung an die Hochschule – rechtzeitig die weiteren Einreisebestimmungen beachten. Hier gibt die Deutsche Botschaft in den jeweiligen Ländern nähere Auskünfte (www.auswaertiges-amt.de).

Die Bewerbung und Zulassung erfolgt vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die Senatorin für Bildung Wissenschaft im Land Bremen.

 
 
 

Studienberatung und Kontakt

 

Die Zentrale Studienberatung steht für allgemeine Fragen zum Studiengang zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind:

Susanne Zerbst

Claudia Krieten

An der Karlstadt 8
Haus V Raum 302
27568 Bremerhaven

Tel.: 0471/ 4823-556

zsb@hs-bremerhaven.de

Fragen zur Zugangsvoraussetzung bzw. zur Zulassung zum Studium beantwortet das Immatrikulations- und Prüfungsamt. Ansprechpartnerin ist:

Rebecca Schröder

Telefon: 

0471 4823 - 128

Fax:

0471 4823 - 127

rschroeder@hs-bremerhaven.de


Für Fragen zu den fachlichen, detaillierten Inhalten des Studiengangs steht zur Verfügung:

Prof. Dipl.-Ing. Henry Seifert

Telefon: 

0471 4823 - 547

hseifert@hs-bremerhaven.de


 
 
 

Professoren im Studiengang

 

Name

Organisation

Raum

Telefon

Hinrichs, Heiko

Studiengang Windenergietechnik

Raum K329

0471 4823 - 542 

Lange, Holger

Studiengang Windenergietechnik

0471 4823 - 541 

Seifert, Henry

Studiengang Maritime Technologien / FK-Wind

Raum K 330

0471 4823 - 547