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Inhalt:
ROBO-Barcamp 2010
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Bedingungen, Schleifen, Befehle und Codezeilen – die Welt der Programmierung ist abstrakt. Roboter hingegen sind anfassbar, sichtbar, im wahrsten Sinne begreiflich. Auf diese Weise hat das Robo-Barcamp 2010 an der Hochschule Bremerhaven, Schülern Lust auf Informatik gemacht.
Fünf Schüler haben nur Augen für das blaue Metallgehäuse, das vor ihnen auf dem Labortisch liegt. Zehn Hände bauen die Teile ein, Motor, Batterie, Mikrokontroller, Neigungssensoren, H-Brücke. Ein Wheelie soll es werden, ein Roller auf zwei Rädern, der sich automatisch ausbalanciert und nur durch Gewichtsverlagerung gelenkt wird. Nach Stunden der Arbeit steht eine Frage im Raum: Wird ihr selbst gebauter Wheelie denn auch fahren?
Einblicke in die Welt der Robotik haben beim ersten ROBO Barcamp der Hochschule Bremerhaven rund 50 Oberstufenschüler aus der Seestadt, dem Landkreis und Bremen gewonnen. Das Motto: „Sei dabei und erschaffe einen Teil der Zukunft“. Wie bei einem Barcamp üblich ging es dabei etwas lockerer zu: Das Programm wurde spontan gestaltet und alle duzten sich. „Sie sollen ihre Scheu verlieren und Berührungsängste abbauen“, formulierte es Andreas Menslage, Technischer Angestellter der Hochschule und für den Wheelie-Workshop verantwortlich. Schließlich hätten viele der Schüler in ihrem Leben noch nie programmiert oder gelötet.
So wurden dann unter Anleitung von Mitarbeitern und Professoren im Lötworkshop Platinen mit Widerständen, Dioden und Co. bestückt. Mit den LEGO-Bausteinen der Mindstorms-Reihe bauten und programmierten die Schüler kleine Roboter, die dann Aufgaben lösen oder sogar Messdaten liefern. Fortgeschrittene Teilnehmer lernten auch, wie sie das System in Robotik-Wettbewerben einsetzen können. Ein Vortrag beleuchtete die Geschichte der Robotik. Im Workshop „Intelligente Kleidung“ spielten die jungen Teilnehmer mit weißen Handschuhen selbst komponierte Musik ab – dank leitfähiger Garne und eines Mikrocontrollers.
„Nach den zwei Tagen fühlen sich die Schüler fast heimisch bei uns“, bilanzierte Stefanie Uhe, Mitarbeiterin im Projekt „Früh übt sich“ der Hochschule Bremerhaven. Und während der Zeit waren sie wirklich mehr in der Hochschule als zu Hause: Frühstück, Mittagessen und Abendessen gab es in der Mensa. Abends wurde gemeinsam im Hörsaal mit einer Spielekonsole gespielt und Popcorn selbst gemacht. „So etwas könnte ruhig öfter stattfinden“, war denn auch die einhellige Meinung der Schüler.
Am Ende der Workshopzeit hallte ein freudiges Lachen durch die Hochschulflure. Der selbst gebaute Wheelie funktionierte. „Das ist ein bisschen kippelig“, sagte der 16-jährige Reent Schlegel nach einer rasanten Fahrt. „Es war aber ein gutes Gefühl.“ Schließlich hat er selbst an dem rollenden Gefährt gearbeitet, die Programme geschrieben, die Theorie verstanden – ein Erfolgserlebnis beim ROBO Barcamp 2010.

Durchgeführt werden konnte die erste Bremerhavener ROBOTIK-Tagung nur dank der Auszeichnung der Hochschule Bremerhaven durch den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und die Nixdorf-Stiftung. Im Rahmen des Hochschulwettbewerbs „Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen“ war die ROBOTIK-Tagung ein Projekt im Konzept „Früh übt sich“ – Schüler auf experimentellen Spuren des Studiums“. Mit insgesamt 270.000 Euro fördern der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Nixdorf-Stiftung die Vorhaben der Hochschule Bremerhaven.
Wenn Sie sich für diese oder andere Aktionen der Kontaktstelle Schule-Hochschule interessieren, dann setzen Sie sich einfach telefonisch oder per Mail mit uns in Verbindung. Wir freuen uns auf Sie!
Hochschule Bremerhaven
Kontaktstelle Schule-Hochschule
Dipl.-Ing. Stefanie Uhe
Dipl.-Ing. Urthe Gebauer
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven
Tel: 0471/4823-496
Tel: 0471/4823-204
Fax: 0471/4823-131
Email: suhe@hs-bremerhaven.de
Email: ugebauer@hs-bremerhaven.de


